Viernheim

Feierstunde CDU-Landtagsabgeordneter Alexander Bauer hält Rede zum Tag der Deutschen Einheit

„Zufriedenheit nicht gerade ausgeprägt“

Archivartikel

Viernheim.. Der Festakt anlässlich des Tags der Deutschen Einheit zählt zu den traditionellen Veranstaltungen der Viernheimer Christdemokraten. So trafen sich gestern Vormittag zahlreiche Parteimitglieder in der Kulturscheune am Satonévri-Platz, um an diesen geschichtsträchtigen Tag zu erinnern, aber auch die aktuellen politischen Geschehnisse zu beleuchten.

Torben Kruhmann, Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes, begrüßte zu Beginn die Ehrengäste. Dazu zählten neben dem Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Michael Meister, der Staatssekretär im hessischen Justizministerium, Thomas Metz, sowie der Landtagsabgeordnete Alexander Bauer.

Parteichef Kruhmann blickt zurück

In seiner Begrüßung erinnerte Kruhmann an seine eigene Festrede zum Feiertag vor drei Jahren. „Da ich beim Mauerfall noch nicht geboren war, habe ich mich damals auf die Auswirkungen der Wiedervereinigung aus Sicht eines jungen Menschen konzentriert. Seither ist wieder viel Zeit ins Land gegangen, und es hat sich vieles geändert, was politisch bewältigt werden muss“, merkte Kruhmann an. Gleichzeitig betonte er, „dass wir das Glück haben, in einem großartigen Land mit vielen großartigen Menschen zu leben“.

Festredner war diesmal Alexander Bauer. Der Landtagsabgeordnete blickte auf die Geschehnisse vor, während und nach dem Mauerfall zurück. „In wenigen Stunden wird ein Traum Wirklichkeit. Nach über 40 bitteren Jahren der Teilung ist Deutschland, unser Vaterland, wieder vereint“, zitierte Bauer einen Satz aus einer Fernsehansprache von Bundeskanzler Helmut Kohl vom 2. Oktober 1990, dem Vorabend der Wiedervereinigung.

Die aktuelle Lage bringe aber auch etliche Aufgaben mit sich. „Sei es die Zuwanderung, der Populismus, die Digitalisierung, der Welthandel, der Klimawandel oder der Zusammenhalt der EU. Jede Zeit hat ihre Probleme – oder sagen wir besser, hat ihre Herausforderungen“, erklärte der Landespolitiker. „Wenn wir an diesem Tag auf die Geschichte unseres Landes zurückblicken, dann sehen wir, dass wir schon ganz andere überstanden und gemeistert haben. Das sollte uns Zuversicht geben“, machte Bauer Mut und führte mehrere positive Entwicklungen an.

„Vieles ist uns gelungen, manches offenbar besser als anderen. Doch im Vergleich mit anderen Ländern zeichnen wir uns gerade nicht durch ausgeprägte Zufriedenheit aus“, sagte der Landtagsabgeordnete und forderte mehr Selbstbewusstsein. In einem „virtuellen Glücksatlas“, das die gefühlten Erfahrungen unter 138 befragten Nationen erfasst, stehen die Deutschen laut Bauer auf Rang 46, zwischen dem Senegal und Kenia. „Dabei leben wir in Verhältnissen, um die uns fast die ganze Welt beneidet“, so Bauer.

Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgten Eva-Maria und Engelbert Renner. Neben den beiden Eigenkompositionen „Wehret den Anfängen“ und „Wir ziehen los“ präsentierte das Duo das Stück „The Green Fields Of France“ von Eric Bogle. Zum Abschluss der Feierstunde sangen die Besucher im Saal gemeinsam die deutsche Nationalhymne. JR

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