Viernheim

Paratriathlon Lena Dieter gewinnt Supersprint mit Delia Blaess

Zum siebten Mal deutsche Meisterin

Archivartikel

Genau 24 Stunden vor dem Hauptwettkampf ertönte der erste Startschuss des Viernheimer V-Card-Triathlon-Wochenendes. Und da gab es eine Überraschung: Beim Paratriathlon ging nicht nur Lena Dieter an den Start, sondern auch ihre jüngere Schwester Luise Dieter.

Luise Dieter hatte sich eigentlich in den vergangenen fünf Jahren auf ihre sportliche Karriere im Judo konzentriert und seit 2014 keinen Triathlon-Wettkampf mehr bestritten. Für das Heimspiel in Viernheim machte die 20-Jährige aber eine Ausnahme und ging noch einmal ins Wasser, aufs Rad und schnürte die Laufschuhe. Begleitet wurde Luise von ihrer Mutter Andrea, die das Tandem lenkte und die Tochter beim Laufen dirigierte.

Das Schwimmen im Becken absolvierten beide Schwestern allein, ohne Hilfe von außen. Erst beim Ausstieg waren die Guides dann dabei. Lena Dieter wurde bei dem Wettkampf von Delia Blaess begleitet. Das Duo war wie erwartet am schnellsten unterwegs, Lena gewann zum siebten Mal in Serie die deutsche Meisterschaft im Supersprint. Ihre jüngere Schwester Luise freute sich über die Silbermedaille. Neben den beiden Dieter-Schwestern machten sich sechs weitere Athleten auf Medaillenjagd, je nach Handicap in unterschiedlichen Wertungsklassen.

Jugendliche auf dem Podium

Nach dem Schwimmen ging es in die Wechselzone im Waldschwimmbad. Dort standen Rennräder und Tandems – diesmal keine Handbikes – für die Athleten bereit. Nach zehn Kilometern auf dem Rundkurs bogen die Paratriathleten ins Stadion ein. Mit Laufschuhen und Prothesen machten sich die Ausdauersportler auf den letzten Teilabschnitt über 2,5 Kilometer. Als deutsche Meister durften sich schließlich auch Jochen Wier, Björn Maas, Ingo Beckert, Adam Karas und der Mannheimer Ralf Arnold feiern lassen. Silber ging an Markus Schlüter.

Am Nachmittag gehörten Schwimmbad, Radstrecke und Laufkurs ganz den Schülern und den Junioren. Gerade die Jüngsten waren mächtig aufgeregt: Gleich mehrfach wurde geprüft, ob denn Schuhe, Helm und Startnummer auch richtig liegen, damit es in der Wechselzone schnell geht. Bei den Älteren lief das schon viel routinierter, da klappten die Wechsel einwandfrei. 156 Nachwuchssportler kamen ins Ziel, vor allem die vielen Viernheimer gaben bei ihrem Heimwettkampf richtig Gas.

Und die Vertreter des TSV Amicitia sammelten auch Podiumsplätze. Caera Campbell belegte bei den Schülerinnen A den dritten Platz. Mit fast einer Minute Vorsprung gewann Raja Neumann die Konkurrenz der Jugend B. Der zweite Tagessieg gelang durch Henrik Schmitt, der der schnellste Starter bei der Jugend A war. su

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