Viernheim

Kultur Strand-Atmosphäre beim Sommerkino / Holger Bläß und Tanzsportclub Rot-Weiss im Vorprogramm

Zwölf Filmklassiker locken zahlreiche Besucher

Archivartikel

Viernheim.Freunde guter Filme konnten beim Open-Air-Kino auf dem Stadtplatz des Rhein-Neckar-Zentrums wieder zehn Tage lang aus dem vollen Schöpfen. Der Platz war in eine riesige Strandlandschaft verwandelt worden. Auf einer großen Leinwand wurden gleich zwölf Klassiker präsentiert. Das Besondere war wieder die Atmosphäre, denn wo sonst kann man schon unter Palmen und vom Liegestuhl aus Filme ansehen, und das noch bei freiem Eintritt.

An allen Tagen herrschte in den späten Abendstunden Hochbetrieb. Am vergangenen Samstag musste die Aufführung des Streifens „Avengers: Infinity War“ allerdings wegen einer Unwetterwarnung nach gut einer Stunde aus Sicherheitsgründen vorsorglich abgebrochen werden.

Dafür folgte am Sonntag ein grandioses Finale, bei dem der Stadtplatz an seine Grenzen stieß. Die bequemen Liegestühle auf dem feinen Sand waren, wie auch bei früheren Vorführungen, schon vorzeitig belegt gewesen. Viele Besucher hatten aber ihre eigenen Sitze und Liegestühle mitgebracht. Außerdem waren die seitlichen Treppen komplett belegt.

Hauptgrund dafür dürfte der Film „Bohemian Rhapsody“ gewesen sein, der die Geschichte von Freddie Mercury erzählt, dem charismatischen Sänger der Gruppe Queen. Der Streifen geht mit vielen Emotionen, tollen Bildern und der fantastischen Musik der englischen Kultband unter die Haut und ins Ohr. Im Vorfeld hatte Holger Bläß und seine Freunde musikalisch die Wartezeit verkürzt, kurz bevor „Bohemian Rhapsody“ über die Leinwand flimmerte trat eine Gruppe des Tanzsportclub Rot-Weiss mit einer eigens einstudierten Choreographie zu mehreren bekannten Queen-Songs auf.

„Filmklassiker in besonderem Ambiente erleben“ lautete der Slogan der Veranstaltung, der auch hielt, was er versprach. Unter freiem Himmel, ein gekühltes Getränke und eine Tüte Popcorn in den Händen, da störte auch das eine oder andere Nebengeräusch von der Straße oder der Schiene nicht. Die Filmauswahl bot für jeden Geschmack etwas. Herzschmerz, Action, Humor, Musik und zwei Filme für Kinder an den beiden Samstagnachmittagen ließen keine Wünsche offen.

„Ghostbusters“, „Die Unglaublichen“, „Mission Impossible – Rogue Nation“, „Old School“, „Vaterfreuden“, „Ghost – Nachricht von Sam“ oder „Bumblebee“ hatten zuvor schon Millionen Besucher auf der ganzen Welt in die Kinosäle gelockt und sorgten auch auf dem Stadtplatz für großen Zuspruch. Im Vorprogramm gab es jeden Tag Musik mit wechselnden Bands. An den Samstagnachmittagen wurde für die Kinder besondere Spiele und Unterhaltung angeboten, um sich die Zeit zu vertreiben.

„Es war wieder ein außergewöhnliches Sommerkino, an dem viele Helfer beteiligt waren“, lobte Bastian Kempf vom Kinopolis abschließend das harmonische Miteinander. Für den Erfinder der Veranstaltung hieß es dann allerdings Abschied nehmen. Denn im August tritt er sein Amt als Viernheims Erster Stadtrat an „und dann habe ich mit dem Open-Air-Kino nur noch wegen der Genehmigung zu tun.“ JR

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