Worms

Bluttat Bündnis kündigt Protest gegen Mahnwache der AfD an

Behörden erwarten 300 Teilnehmer

Worms/Mainz.Im Fall der getöteten jungen Frau in Worms will die Polizei weitere Bekannte und Freunde der 21-Jährigen zum Hintergrund der Tat vernehmen. Zum möglichen Motiv des mutmaßlichen Täter machten die Behörden in der Landeshauptstadt Mainz gestern keine Angaben. Verdächtigt wird der 22-jährige Freund des Opfers.

In Worms bereiteten sich die Sicherheitskräfte unterdessen auf eine Kundgebung der AfD (18 Uhr) und eine Gegendemonstration (17 Uhr) an diesem Dienstag vor. „Wir wollen beide Gruppen nicht aufeinander treffen lassen“, sagte ein Polizeisprecher. Die Behörden rechnen mit insgesamt 300 Teilnehmern im Zentrum der Nibelungenstadt. Mit welchem Aufgebot die Polizei vor Ort sein wird, war unklar. „Wir rechnen nicht mit Gewalt“, sagte der Sprecher.

Die AfD will bei ihrer Kundgebung nach eigenen Angaben darauf aufmerksam machen, dass der mutmaßliche Täter – ein abgelehnter Asylbewerber aus Tunesien – eigentlich hätte abgeschoben werden sollen. Die Gegendemonstranten, ein „Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms“, kritisieren die angekündigte Mahnwache als Provokation. Die AfD wolle den Tod der Frau für politische Zwecke instrumentalisieren, hieß es vonseiten des Bündnisses. Nach den Kundgebungen soll ein Gedenkgottesdienst im Dom stattfinden.

Zu den Ermittlungen hieß es am Montag aus Polizeikreisen, die Behörden würden derzeit Spuren vom Tatort auswerten. Die 21-Jährige war in der Nacht zum Mittwoch getötet worden. Sie erlitt etwa 15 Stich- und Schnittverletzungen an Rücken, Hals, Lunge und Händen. 

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