Worms

Nibelungenfestspiele Worms rüstet sich für neue Spielzeit

Freude auf „weibliche Handschrift“

Archivartikel

Zufrieden mit 2018, Vorfreude auf die Spielzeit 2019, große Pläne für 2021: Die Nibelungenfestspiele in Worms gehen mit vielen Ideen in die kommenden Jahre. „Wir wollen mit qualitativ anspruchsvollem Theater viele Menschen erreichen und begeistern“, sagte Intendant Nico Hofmann der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Wir verschieben die Grenzen des inhaltlich und theatral Möglichen in Worms dabei immer ein Stückchen weiter.“ Er blicke gespannt auf das neue Jahr mit dem Stück „Überwältigung“ des renommierten deutschen Autors Thomas Melle, meinte Hofmann, der in Mannheim aufgewachsen ist.

Erstmals nach vielen Jahren wird mit Lilja Rupprecht 2019 wieder eine Regisseurin in Worms tätig sein. Der Künstlerische Festspielleiter Thomas Laue freut sich auf eine weibliche Handschrift. „Wir möchten jedes Jahr eine Regie finden, die das Stück bildgewaltig und sinnlich erzählt. Lilja Rupprecht hat mit Arbeiten in Berlin, Hannover und Stuttgart gezeigt, dass sie in der Lage ist, mit überraschenden Mitteln und viel Energie eine große Bühne zu bespielen“, meinte er.

„Überwältigung“ stelle die Frage nach der Unausweichlichkeit unserer eigenen Geschichte. „Thomas Melle hat ein sehr sprachmächtiges Stück geschrieben“, sagte Laue. Melle erzählt die Nibelungen-Geschichte vom Ende her. Er beginnt mit dem tödlichen Entscheidungskampf am Hof von Hunnenkönig Etzel, der, wie es der Mythos will, Tod und Vernichtung der Burgunder zur Folge hat. Doch plötzlich begehren die Toten auf – und Melle erzählt die Geschichte von neuem. Von nun an spielen alle gegen ihr eigenes Schicksal an.

Luther-Stück kommt 2021

Der Blick der Festspielleitung geht aber längst über 2019 hinaus. 2021 jährt sich Luthers Widerrufsverweigerung auf dem Wormser Reichstag zum 500. Mal. „Die Nibelungen-Festspiele werden im Jubiläumsjahr ein Luther-Stück inszenieren“, sagte Petra Simon, Künstlerische und Technische Betriebsdirektorin, der dpa. Zudem stehe man wegen einer möglichen Kooperation mit Eisenach in Kontakt. dpa

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