Worms

Auto Röchling entwickelt neuen Biokunststoff

Werkstoff soll CO2 sparen

Worms.Die Autosparte der Mannheimer Röchling-Gruppe bringt einen nachhaltigen Biokunststoff auf den Markt. Den Angaben nach soll er aus mindestens 90 Prozent erneuerbaren Rohstoffen bestehen. Das Material sei in Leifers (Italien) gemeinsam mit Kollegen aus Worms entwickelt worden, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens. Die Autosparte von Röchling hat in Worms einen großen Standort. Dort wird unter anderem Unterbodenverkleidung für Autos hergestellt.

Der Biokunststoff soll eine ökologische Alternative zu den meisten konventionellen Werkstoffen wie Polyester, Polyolefinen und Polyamiden sein – mit denselben Materialeigenschaften. Das Unternehmen rechnet vor: Ersetzt man den Anteil petrochemischer Kunststoffe in einem Mittelklassewagen durch den Biokunststoff, können 515 Kilogramm CO2-Ausstoß pro Fahrzeugherstellung eingespart werden.

Biokunststoffe seien gegenüber konventionellen Produkten noch teurer, was unter anderem an den geringen Mengen im Markt liege, teilte die Sprecherin mit. Künftig werde es allerdings einen Schub geben, denn die CO2-Bilanz eines Fahrzeugs über den gesamten Lebenszyklus werde immer wichtiger.

Spätestens bis zum Jahr 2035 will Röchling führender Anbieter von Biokunststoffen und Recyclingmaterialien in der Autoindustrie werden.

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