Bensheim

Kolpingsfamilie Gedenktag zu Ehren des am 4. Dezember 1865 verstorbenen Adolph Kolping / Ehrungen für langjährige Mitglieder

Ein Vorbild christlichen Handelns

Bensheim.Die Kolpingsfamilie Bensheim feierte am Sonntag den diesjährigen Kolping-Gedenktag. Jedes Jahr erinnern die Kolpingsfamilien traditionell am Todestag von Adolph Kolping an dessen Leben und Wirken. Der sozial engagierte Priester und Gründer der Gesellenvereine Adolph Kolping war am 4. Dezember 1865 in Köln gestorben.

Zunächst hatte er nach der Gesellenprüfung als Schuhmacher gearbeitet und auf seinen Wanderjahren die schwierige Situation der Gesellen kennengelernt, bevor er das Abitur nachholte, Theologie studierte und Priester wurde. Im Oktober 1991 wurde Adolph Kolping von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.

Der Kolping-Gedenktag zum Jahresende stellt deshalb gleichsam den Höhepunkt der Veranstaltungen dar, die die Kolpingsfamilie im Laufe des Jahres ihren Mitgliedern und der Öffentlichkeit angeboten hat. Zahlreiche Mitglieder waren der Einladung gefolgt und nahmen am Gottesdienst und dem anschließenden gemeinsamen Abendessen im Kolpinghaus teil.

Der Familiengottesdienst in der Franziskanerkirche wurde vom Präses der Kolpingsfamilie Heinz Förg gefeiert und mit einigen Liedbeiträgen vom Chor – Mitglieder der Kolpingsfamilie und der Harmonie – bereichert. Förg ging in seiner Predigt auf die Bedeutung Kolpings und seine Ideen und Taten in einer sozial- und gesellschaftspolitisch schwierigen Zeit ein und stellte den Appell des Tagesevangeliums „Seid wachsam“ in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Kolping habe die Schrift gelesen und als Fundament gesehen, Konsequenzen daraus gezogen und vor allem Taten folgen lassen.

Gerade in der heutigen Zeit mit all ihren Herausforderungen gelte es, solidarisch und sozial zu handeln. Insofern sei Adolph Kolping nach wie vor aktuell und ein Vorbild christlichen Glaubens und Handelns. Wie in jedem Jahr gedachte man auch dieses Mal besonders der im Laufe des Jahres verstorbenen Mitglieder.

Zum Ende des Gottesdienstes ehrte der Vorsitzende der Bensheimer Kolpingsfamilie Dr. Josef Roesch in der Kirche eine große Anzahl von Jubilaren dieses Jahres – viele davon schon 60 Jahre oder länger Mitglied in der Kolpingsfamilie – und bedankte sich bei ihnen für die jahrelange Treue und Mitwirkung im Vereinsleben. Die Kolpingsfamilie sei bei ihren Aktivitäten auf die Mithilfe dieser Jubilare wie auch aller Mitglieder angewiesen.

Nach dem Gottesdienst waren die Mitglieder und Jubilare zum gemeinsamen Abendessen in das schön geschmückte Kolpinghaus eingeladen. Vorsitzender Dr. Roesch zeigte sich erfreut, dass so viele Mitglieder gekommen waren. Brigitte Schmidt und das Ehepaar Margarethe und Emil Jarz hatten alles vorbereitet – das Rippchen mit Sauerkraut schmeckte allen vorzüglich. Roesch bedankte sich dafür bei ihnen wie auch für die Bereicherung des Gottesdienstes bei den Sängern und dem Chorleiter Manfred Krämer, der an diesem Abend den Weg von Dieburg nach Bensheim mal wieder auf sich genommen hatte.

Nächste Veranstaltung der Kolpingsfamilie Bensheim ist am Donnerstag, 14. Dezember, um 18.30 Uhr in der Hospitalkirche die Feier des diesjährigen Rorateamtes. Dabei soll besonders derjenigen gedacht werden, die im Geiste Adolph Kolpings gelebt und gearbeitet haben und deshalb zu Vorbildern geworden sind.

Schöner Brauch ist es seit Jahren, dass man sich nach dem Rorateamt im Kolpinghaus zum gemütlichen Beisammensein trifft und hier noch einmal über das zu Ende gehende Jahr austauschen kann. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel