Ludwigshafen

Gartenstadt Ortsbeirat informiert sich über Nahverkehrsprojekte

Feinschliff für Trassenverlauf wird geprüft

Ludwigshafen.Der neue Nahverkehrsplan der Stadt sieht zusätzliche Buslinien und eine weitere Straßenbahntrasse vor. Wie Verkehrsplaner Thomas Lappe den Ortsbeirat Gartenstadt informierte, sei eine neue Trasse von der Innenstadt über die Gartenstadt und Maudach nach Mutterstadt geplant. Die RNV prüfe nun unter anderem den genauen Verlauf und die Kosten der Strecke, sagte Lappe. Solange die Stadt von Bund und Land jedoch keine Zuschüsse erhalte, sei eine Trasse nicht finanzierbar.

Während des Hochstraßenabrisses solle eine zusätzliche Stadtbahnlinie von Giulini Richtung Mannheim eingerichtet werden, um den Verkehr über den Berliner Platz zu entlasten. Dem gleichen Zweck dient eine Busline vom Goerdelerplatz in Richtung Mundenheim. Zudem soll eine Busroute in der Innenstadt über die Wredestraße geführt werden. Das neue Verkehrskonzept sieht auch eine alternative Buslinie Richtung Rheingönheim vor, die statt der Strecke über die Berliner Straße von der Konrad-Adenauer-Brücke ausgehend über die Bleichstraße führen soll. In Hauptverkehrszeiten sollen die Busse im Zehn-Minuten-Takt fahren.

Etwa die Hälfte aller Haltestellen im Stadtgebiet – rund 360 Stück – sind nicht barrierefrei. Ein Umbau lasse sich nur langfristig umsetzen, so Lappe. Finanzierbar sei der Umbau von zunächst fünf Haltestellen. Vorrang haben die Anlagen am Marienkrankenhaus, in der Hochfeldstraße und Niederfeldstraße.

Die CDU-Fraktion schlug eine dauerhafte Verkehrsüberwachung vor Schulen und Kitas in Gartenstadt vor. Eltern führen zu schnell, parkten falsch und ignorierten polizeiliche Verwarnungen. Laut Verkehrsamt kontrolliert die Stadt das Verkehrsverhalten im Stadtteil regelmäßig. Permanente Kontrollen seien jedoch nicht finanzierbar.

30er-Zone abgelehnt

Den Antrag der Grünen-Fraktion, eine 30er-Zone auf der Niederfeldstraße zwischen Fugger- und Wissmannstraße einzurichten, lehnte die Verwaltung ab. Es gebe keinen sachlichen Grund dafür. Die Grünen äußerten Zweifel an der Stichhaltigkeit der Argumentation, weil in Mundenheim viele Straßen ohne triftigen Grund in Tempo-30-Zonen umgewandelt worden seien. Dem Antrag der Grünen und Freien Wähler, die Ampelschaltung an der Leininger Straße auf den Berufsverkehr abzustimmen, wird die Stadt nicht nachkommen. Bei einer durchschnittlicher Verkehrsbelastung könne eine grüne Welle bei der Ampelschaltung den Verkehrsfluss beschleunigen. Dies funktioniere aber bei hoher Verkehrsdichte nicht mehr.

Eine Beleuchtung des Mundenheimer Friedhofs nach 20 Uhr, wie von der SPD beantragt, sei nicht finanzierbar. Der Friedhof werde nach 20 Uhr abgeschlossen.