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Mozart zu Gast am Mannheimer Hof

Schloss: Konzert und Sonderführungen erinnern an den Besuch des Komponisten in der Residenzstadt vor 240 Jahren

Mannheim.Angezogen vom ausgezeichneten Ruf des kurfürstlichen Hoforchesters reiste der 21-jährige Wolfgang Amadeus Mozart im Oktober 1777 nach Mannheim, um sich beim Kurfürsten Carl Theodor als Pianist zu bewerben. Von diesem erhielt Mozart zwar eine Absage, dafür lernte er den Hofkapellmeister Christian Cannabich kennen, in dessen Haus er während seines Aufenthaltes in Mannheim bis März 1778 lebte. Mozart wurde ein Freund der Familie, erteilte Cannabichs Tochter Klavierunterricht und widmete ihr sogar eine Sonate.

An diesen Besuch des berühmten Komponisten vor 240 Jahren erinnern die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg am Sonntag, 18. Februar, mit einem besonderen Programm: Im Rahmen der Reihe „Musik aus der Residenz“ werden um 15 Uhr vier der sieben historischen Instrumente zu hören sein, die aus der musikalischen Glanzzeit der Kurpfalz erhalten sind. Das Cramer-Quartett spielt im Rittersaal Streichquartette von Cannabich, Holzbauer, Vogler und Mozart.

Alternativ findet um 14.30 Uhr eine Sonderführung statt, die den Besuchern die Tafelkultur des 18. Jahrhunderts näherbringt. Die Teilnehmer erfahren beim Gang durch die Räume unter anderem, welche Zeremonien und Rangordnungen das Essen beherrschten, welche Gerichte am Hof serviert wurden und was prominente Besucher der Kurpfalz – beispielsweise Mozart – am liebsten aßen. Außerdem gibt es am Schluss ein historisches Rezept zum Mitnehmen.

Bereits am Samstag, 17. Februar, um 14.30 Uhr können Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren in einer Kostümführung in das höfische Leben eintauchen. Gemeinsam mit einem „Mitglied des Hofes“ im historischen Kostüm erleben sie die Geschichte der kurfürstlichen Residenz hautnah.

Ebenfalls am Samstag um 17 Uhr kann in einer Führung durch die festlich beleuchtete Beletage die glanzvolle Stimmung der Hofbälle nachempfunden werden. kako