Viernheim

Friedrich-Fröbel-Schule Klassenweise Abschlussfeiern in der Turnhalle / Lehrer ermutigen Absolventen für weiteren Lebensweg

„Lasst euch nicht beirren“

Viernheim.Wegen der Corona-Krise mussten auch die Abschlussfeiern der neunten und zehnten Klassen an der Friedrich-Fröbel-Schule umorganisiert werden. Sie fanden nun klassenweise in der Turnhalle statt. Schulleiter Markus Taube baute seine Rede auf einer Fabel auf. Darin ging es um einen Wettkampf zwischen Fröschen, die versuchten, einen Turm zu erklimmen. „Die Zuschauer riefen den Fröschen stetig zu: ,Die Armen, sie werden es nicht schaffen.‘“ Ein Frosch nach dem anderen gab auf, nur einer kam ans Ziel., so Taube.

Er erklärte, dass der Siegerfrosch taub war. Taube übertrug diese Fabel auf die Schüler. Im Gegensatz zu den Fröschen hätten diese fast alle ihr Ziel, den Schulabschluss, erreicht. Dies zeige die Folgen der stetigen Unterstützung durch Eltern und Lehrer. Für die Zukunft gab Taube den Absolventen folgenden Rat: „Seid wie dieser Frosch, der sich von Nichts hat ablenken oder beirren lassen. Sein Vorteil war, dass er taub war und somit die Zweifler nicht hören konnte. Es liegt an Euch, ob Ihr Euch durch sie von Eurem Weg abbringen lasst. Setzt Euch ein realistisches Ziel und seid voller Tatendrang, Entschlossenheit und absolut fokussiert.“

Herz mit Segenswünschen

Christina Feifer gab als Schulseelsorgerin allen Schülern ein Herz mit Segenswünschen sowie die Aufforderung, kreativ zu bleiben, mit auf den Weg. Musikalisch wurden alle drei Feiern von den Musiklehrern der FFS gestaltet. Normalerweise übernehmen das die Schüler der Abschlussklassen selbst, aber das ließen die Coronaregeln in diesem Jahr nicht zu. Bei der Feier der Klasse 10aM spielte allerdings Timea Molnar am Klavier. Klassenlehrerin Sissy Grabowski verglich in ihrer Rede an die 9aP die Schulzeit mit einem steinigen Weg. „Steine können Hindernisse auf dem Weg zum Ziel darstellen, sie können aber auch sehr hilfreich sein beim Brückenbau über Hindernisse.“ Die Schülerinnen Malak Tayyar und Cahide Ince erwähnten in ihrer Rede viele schöne Ausflüge und gemeinsame Erlebnisse wie die Klassenfahrten nach Malta und nach Knoden.

Bei der Feier der Klasse 10aM erinnerte Klassenlehrerin Beate Swoboda an den ersten Schultag und die Schultüte, die damals die Eltern gepackt hatten. Zum Abschluss der Schulzeit bekam jeder ihrer Schüler eine Schultüte mit guten Wünschen und kleinen Überraschungen. Auch das weitere Leben werde viel Spannendes und Überraschendes bereithalten. Für das Füllen seien allerdings in Zukunft die Absolventen selbst verantwortlich. In ihrer Abschlussrede gaben Jade Özcan und Ugur Arslan einen Einblick in die Gedankenwelt der Schüler in der Coronazeit. Stefanie Pois, die Klassenlehrerin der 10bM, verwies auf ein Zitat von Marina Keegan. „Es gibt kein Wort für das Gegenteil von Einsamkeit, aber wenn es das gäbe, dann könnte ich sagen, dass es das ist, was ich in meinem Leben will.“ Pois gab ihren Schülern „das Gegenteil von Einsamkeit“ als Wunsch für die Zukunft mit auf den Weg. Gizem Agziegri und Ahmad Debsi erzählten, wie sie ihrer Lehrerin Worte aus den verschiedenen in der Klasse gesprochenen Sprachen beibrachten.

Zentraler Bestandteil der Feiern war die Zeugnisübergabe. Schulleiter Taube und seine Stellvertreterin Silke Seitz ehrten zudem einige Schüler besonders. Klassenbeste wurden Nico Vetter und Tim Martin (9aP), Ugur Arslan (10aM) und Nina Martin (10bM). red

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