Plankstadt

Bürgerbus Nils Drescher sitzt zum ersten Mal hinterm Steuer

"Das macht er gut"

Archivartikel

PLANKSTADT.Mit Bürgermeister Nils Drescher hat der Bürgerbus, der seit anfang Oktober auch samstags unterwegs ist, einen neuen ehrenamtlichen Fahrer. "Das ist einfach öffentlicher Personen-Nahverkehr ,at it's best', damit sind wir direkt am Menschen dran", sagt Drescher nach seiner ersten Runde im schmucken Achtsitzer.

Start auf die Runde ist um 8.50 Uhr am Rathaus, Tim begleitet seinen Papa und Susanne Fiedelak vom Fahrerteam ist mit Rat und Tat bei der ersten Fahrt dabei. "Man kann ein wenig erklären, wo es langgeht, wo die leicht veränderten Haltestellen sind", sagt sie und weist Drescher in das Führen der Statistiklisten ein. Die werden gebraucht, damit man ablesen kann, wie viele Menschen an welchen Tagen, vor allem am neu eingeführten Samstag, mitfahren. Ein wenig wurde die Route angepasst, die Taktung beträgt jetzt eine halbe Stunde. Seinen Personenbeförderungsschein - eine der Voraussetzungen für das Lenken des Kleinbusses - hat der Ortschef im Mai dieses Jahres gemacht. Ist er aufgeregt vorm erste Live-Einsatz? "Wenig, aber mal sehen, wie es klappt", sagt er. Lange muss er auf seinen ersten Fahrgast warten, unterwegs schauen einige Plankstadter verdutzt in den Bus, erkennen Drescher, winken ihm zu. Dann endlich kommt es zur ersten Einstiegshilfe für Waltraud Wettstein, die zum Einkaufen fahren will. Sie nutzt den Bus regelmäßig, freut sich über den "neuen", den ja jeder kennt im Ort, "das macht er echt gut", kommentiert sie.

"Blaue" warten schon am Rathaus

Im Anfahren am Rathausplatz wundert sich Nils Drescher: "Da sind aber viele ,Blaue'?" Blau deshalb, weil die Ehrenamtler im Bürgerbusverein einheitlich leuchtend blaue Shirts und Fleecejacken anhaben. Die Gruppe wartet auf den Rathauschef, der erst einmal rechtmäßig parkt. Draußen werden Hände geschüttelt, gibt es Süßes "für die Pausen" von Werner Wohlfahrt für Drescher. Insgesamt 16 Personen fahren mit an diesem Samstag, Drescher hat Spaß daran die Plankstadter zu befördern, spricht von etlichen guten Gesprächen.

Um 12.20 Uhr geht die letzte Fahrt los, dann ist um 12.44 Uhr für Samstag Schluss. Es gibt derzeit sechs "Samstagsfahrer", Menschen, die unter der Woche arbeiten und dann nicht den Bürgerbus fahren können, aber das Angebot prima finden und gerne kutschieren. Damit ist für den Bürgermeister der Fahrdienst auch sechswöchig getaktet, "ich freue mich schon auf das nächste Mal", sagt er und lacht.

Das Erfolgsmodell "Bürgerbus" ist im gesamten Ortsgebiet unterwegs, wird von bis zu 50 Menschen täglich genutzt. "Ist Seniorennachmittag ist der Bus immer voll", weiß Sigrid Schüller. Samstags läuft es gut an, etliche Plankstadter fahren mit dem Bus zum Rathausplatz, weil hier der Übergang zur Linie 713 des VRN gewährleistet ist - dann geht es zum Shopping oder Flanieren nach Heidelberg oder Schwetzingen und abends wieder zurück. Wochentags sind es oft Arztbesuche oder auch einmal der verkürzte Weg zur Gymnastik, der den Bürgerbus sinnvoll für Einzelne macht. Die Kosten von einem Euro pro Fahrt für Erwachsene und 50 Cent für Kinder ab sieben Jahre sind erschwinglich, zudem gelten die Fahrkarten des VRN. zesa

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